Immer mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene erfahren es, was es heißt, auf dem Schulhof oder auf der Arbeit gemobbt zu werden - wobei es bei Erwachsenen erheblich seltener vorkommt.
Dennoch sieht man sich dieser Situation meist nicht gewachsen, da es scheint, als ob die ganze Welt gegen einen steht.
Wie sieht es nun aus, wenn man Karate mit dem Ziel betreiben möchte, sich gegen Mobbing zu wehren? Die Antwort ist zunächst zwiespältig:
Zum einen soll Karate Körperbeherrschung (in Form von Techniken und Bewegungsabläufen) und Gefahrenerkennung lehren, zum anderen aber auch zu einem friedlichen Geist, einem ausgewogenerem Ich.
Betreibt man nun also Karate mit dem Ziel, sich bei koöperlichen Auseinandersetzungen durchsetzen zu können, ist dies sicherlich nicht der Sinn und Zweck des Trainings.
Versteht man das Karate Do jedoch richtig und fasst die gewonnenen Erkenntnisse als Philosophie des Lebens auf, die helfen sollen, besser zu leben, dann hat man schon viel mehr als es scheint erreicht:
Man weiß sich anderen überlegen, muss es aber nicht zeigen. Das Erscheinungsbild verändert sich drastisch und zeigt eine selbstbewusste Persönlichkeit, die keine Angst haben muss.
Man kennt seine Grenzen und weiß sich selber in den verschiedensten Situationen richtig einzuschätzen.
Ergo: Bei richtiger Auffassung ist das Karate Do durchaus gegen Mobbing geeignet.